Seit 1987 pflegen die Rheingauer VDP-Weingüter und Top-Gastronomen die Tradition, nach Beendigung der Weinlese während acht erlebnisreicher und genussvoller Tage das Beste aus ihren Kellern und Küchen sowie ein hervorragendes kulturelles Programm anzubieten. Nach dem Vorbild der berühmten französischen Weinfesttage „Trois Glorieuses“ wurden die „Glorreichen Rheingau Tage“ im Jahre 1987 aus der Taufe gehoben. Während dreier festlicher Tage standen seinerzeit mehrere Gala-Menüs mit ausgewählten Weinen sowie eine große Weinversteigerung auf dem Programm, und zum Abschluss wurde die inzwischen legendäre RIESLING-GALA in Kloster Eberbach gefeiert. Die Herbstweinversteigerung ist in den Folgejahren in den September vorverlegt worden, und das Gesamtprogramm ist im Laufe der Zeit auf eine ganze Woche mit jetzt 35 hervorragenden Veranstaltungen angewachsen, wobei die RIESLING-GALA zum Abschluss der Veranstaltungsreihe am zweiten Sonntag im November den großartigen Höhepunkt der lukullischen und vinologischen Genüsse bildet, der für über 500 Gäste ein großartiges, genussvolles Erlebnis im Laiendormitorium von Kloster Eberbach bietet. Weiterlesen
Ein sommerlich schöner Juni-Sonntag hat uns zu einer Spritztour entlang der Nahe-Weinstrasse eingeladen. Beschauliche Weingüter an der Nahe mit gemütlichem Ausschank zu entdecken war das Ziel, und Alternativen zu gutem Rheingauer Wein zu finden die Aufgabenstellung. Unterstützt von dem neuen Infoplan „Faszination Nahe Weinstrasse“ gingen wir auf Tour. Aber Fehlanzeige: Zwischen Bingen und Bad Sobernheim fanden wir nicht ein einziges geöffnetes Weingut. Ausnahme war lediglich die Weinstube Kruger-Rumpf in Münster-Sarmsheim, die bis auf den letzten Platz belegt war.
Am 31. Mai ist es soweit: Nach 2jähriger Bauphase öffnet der Steinbergkeller bei Kloster Eberbach seine Pforten. Anläßlich des Ereignisses haben Interessenten die Möglichkeit, an diesem Wochenende zwischen 11 und 18 Uhr die modernen Keller unter dem Steinberg, dem Traditionsweinberg der Mönche zu besuchen und die dazugehörenden neuen Räumlichkeiten kennenzulernen. Wer vorher oder nachher die ebenfalls eine Woche vorher ereöffnete Vinothek in Kloster Eberbach besuchen möchte, sollte den historischen Verbindungsweg zwischen Kloster und Weinberg nutzen. Rund 10 Minuten zu Fuß führt der Weg durch den klösterlichen Eichenwald vorbei an der Bernhard-von-Clairvaux-Kapelle. Hier soll der Sage nach der Gründer der Zisterzienserabtei regelmäßig seine Mussestunde verbracht haben.
Australischer Weinanbau hat hier zwar nicht seine Wurzeln. Aber der Süden von Downunder gilt inzwischen als Schmelztiegel der unterschiedlichsten Einflüße und Philosophien ambitionierter Winemaker. Die Gegend rund um Adelaide bis weit in den Norden der Metropole Melbourne hinab ist Schrittmacher einer Weinindustrie, die in idealer weise beginnt, Tradition und Fortschritt wie Natur und Technik zu verbinden. Sie trägt dabei die Handschrift einer neuen Generation von Weinmachern, die das Handwerk des Blendings in hervorragender Weise beherrschen und sich darüber hinaus zunehmend Gedanken über Individualisierung und Nuancierung ihrer Weine machen. Dabei machen sie sich charakteristische Einflüsse von Boden, Klima und Weinbautradition zunutze. „Terroir“ ist ihnen kein Fremdwort mehr. Mächtig ist ihre Experimentierfreude, breit das Spektrum ihrer Krerativität und groß die Anerkennung der internationalen Weinfreunde. Autor Karl-Heinz Behrens besuchte einige Repräsentanten dieser neuen winemaker-generation. Weiterlesen
(08.05.08 khb) Eine Reihe von Rheingauer Winzern, so ging durch die Presse, streiten nun auf landespolitischer Ebene für die Präsenz ihrer Gewächse in einer gemeinsamen Vinothek in Kloster Eberbach. Verständlich! Denn die Stiftung Kloster Eberbach als Hausherr sowie das Staatsweingut Kloster Eberbach gehören dem Land Hessen. Wenn man also so will, ist der Steuerzahler Miteigentümer dieser Unternehmungen.
Zu den exzellenten Spätburgunder Rotweinen des Aulhäuser VDP-Weinguts Robert König bedarf es keines weiteren Kommentars. Auch König hat seine Tore zu den Schlemmerwochen weit geöffnet. Die kulinarische Begleitung kommt aus den Töpfen des über die Grenzen des Rheingaus bekannten Gourmetkochs Böhler. Besonders empfehlenswert: Robert Königs 6-Gang Brotzeit für 9 €uro – Leberpastete mit Mangostückchen, Wurstsalat, Fischfrikadele mit Linsengemüse, Schinken mit Champignons, Würziges Fischfilet mit Paprikasalsa, Quarkpanacotta mit roter Grütze…
Der Tagestipp von heute: Weingut Michael Rößler in Lorch. Eine kleine, urige Strausswirtschaft im Ortskern von Lorch an der Rheinstrasse im Stile eine spanischen Bodega. Es muß nicht immer Riesling oder Spätburgunder sein, denn besonders der gut gekühlte Schwarzriesling kommt hier erfrischend und süffig daher –
zu Flammkuchen, Kräuterkäse im Teigmantel oder Reibekuchen mit Lachs. Wenn nicht gerade die Deutsche Bahn vorbeirattert, dann ist der Besuch wirklich ein beschauliches und genussreiches Erlebnis.
Im Lorcher Weingut Ottes geniesst man japanisch. Vier bunte Fischhosen wehen im Wind und lassen schon von weither erkennen, was den Besucher hier erwartet. Dank Frau Fumiko Ottes kann man in der modernen Gutsschänke die preisgekrönten Rieslinggewächse nicht nur mit Wildsülze, Schmalzbrot und Wurstsalat probieren, sondern auch zu japanischen Leckerbissen wie Sushi und Sashimi oder Handkäs´ Carpacio. An besonderen Tagen kann man sogar ein japanisches Sechs-Gang-Menue zu Riesling geniessen. Der nächste Termin: 16.5.08, Preis: 63 €uro p.Person.
Der in den Oestricher Weinbergen gelegene Schäferhof hat dieser Tage wieder seinen Keller geöffnet; ein Ereignis, das leider immer nur zu den Schlemmerwochen im Frühjahr stattfindet. Jungwinzer Urban Schäfer präsentiert dann seine neuen Gewächse. Auf der Karte der Strauss-wirtschaft stehen leider nur drei 2007er Rieslinge. Nicht auf der Karte, ein Tipp aber aus dem Keller: 2007 Oestricher Doosberg Kabinett trocken, elegant, filligrane Frucht, frisch, aber mit großer Zukunft. Fragen Sie danach, es lohnt sich!
Die Schlemmerwochen sind Auftakt des kulinarischen Frühlings im Rheingau, diesjährig zum 22.ten Mal! Offiziell melden die Veranstalter Rheingauer Weinbauverband und Rheingau-Taunus Kultur- und Tourismus GmbH 110 teilnehmende Winzer und Gastronomiebetriebe. Die Dunkelziffer der Trittbrettfahrer unter den Rheingauer Weinbauern dürfte wie alle Jahre um einiges höher liegen. Den geneigten Weinfreund dürfte es freuen! Weiterlesen